Wissenswertes über Gnadental |
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Kartengruß
aus Gnadental vom 10.04.1939
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Waldarbeiter
aus Gnadental
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Die Geschichte des Teilorts Gnadental ist geprägt von der Entwicklung
des dort 1245 gegründeten Klosters. Graf Conrad von Krautheim hat
das bereits zwei Jahre vorher in Hohebach/Jagst gegründete Nonnenkloster
des Zisterzienserordens nach Gnadental - ein für Zisterzienser-Klöster
übrigens beliebter Name - verlegt.
Die Schutzvogtei übertrug der Stifter kurz vor seinem Tod den ihm
verwandten Hohenlohe, die das Kloster gleichfalls mit Gütern ausstatteten.
Geistliche Aufseher und Visitatoren des Klosters wurden die Äbte
von Schöntal. Im 14./15. Jahrhundert mehrte sich der Besitz des Klosters
durch Stiftungen vor allem von Adelsfamilien, die es als Versorgungsanstalt
für unverheiratete Töchter benützten, so stark, dass es
1423 Abgaben aus 223 Orten bezog.
Die Schutzvogtei wurde immer mehr zur Landeshoheit, die es Hohenlohe
ermöglichte, das Kloster in der Reformation aufzuheben. Nach dem
Tod der letzten Äbtissin, Helena v. Hohenlohe (1543), wurde keine
Nachfolgerin eingesetzt. Die letzten Nonnen erhielten eine Abfindung,
durften aber im Kloster wohnen bleiben. 1556 hob Hohenlohe das Kloster
auf und zog dessen Besitz ein.
Der Ort Gnadental entstand im Anschluss an das Kloster durch Ansiedlung
abhängiger Leute. Nach Aufhebung des Klosters wurde Gnadental Pfarrdorf
des Amtes Michelbach am Wald, der säkularisierte Klosterbesitz kam
an Hohenlohe-Neuenstein, 1806 an Württemberg, zuerst Oberamt Neuenstein,
seit 1810 Oberamt Öhringen, seit 1938 Landkreis Schwäbisch Hall.
Selbständige Gemeinde wurde Gnadental um 1820. Die wenig begüterten
Einwohner von Gnadental mussten ihren Lebensunterhalt noch im 19. Jahrhundert
als Wanderarbeiter verdienen, vorwiegend als Steinhauer.
Im tief eingeschnittenen Waldtal der Bibers bei der Einmündung eines
rechten Nebenbaches gelegen, ist der Ort nach Westen hin gewachsen. Nach
dem zweiten Weltkrieg entstanden die Neubaugebiete "Limbach"
und "Halde" (seit 1956) im Südwesten. Die früher selbständige
Gemeinde Gnadental wurde am 1. Juli 1971 im Zuge der Gemeindereform in
die Gemeinde Michelfeld eingegliedert.
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